Digitalisierung und der Arbeitsmarkt

Joe Kaeser hat das Grundeinkommen als Thema für sich entdeckt. Für ihn ist das Bedingungslose Grundeinkommen eine Lösung um die Folgen der Digitalisierung abzufangen, allerdings nur ein vorübergehender „Puffer für die Transformationsphase“. Dass die „menschliche Arbeit […] immer weniger Anteil an der Produktivität“ hat (Yvonne Hofstetter), lässt sich auf die Digitalisierung und Automatisierung zurückführen. Das stört den Wirtschaftlich-Kreislauf zwischen Arbeit, Steuern und Konsum erheblich.

Money Quote:

  • bis 2025 verschwinden 1, 5 Mio. traditionelle Arbeitsplätze als Folge der Digitalisierung

 

via: Folgen der Digitalisierung: Siemens-Chef sieht bedingungsloses Grundeinkommen als „unvermeidlich“ (Melanie Petersen, 21.11.2016, t3n.de)

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Modern

Jedes Zeitalter hält sich für das moderne, aber dieses ist es tatsächlich

 

The invention of love (1876)  in The Master Switch (Tim Wu, 2012) S. 20

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Selbstbestimmung

„Der erfolgreiche Hamburger Kaufmann ging nicht vor zehn Uhr ins Kontor“, sagt Priddat, „und um zwölf spazierte man zum Mittagessen. Darauf war man stolz.“ Denn das bedeutete: „Der hat seinen Laden im Griff und die besten Leute.“

 

Wolf Lotter, brand eins, Ausgabe 01/2015 

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Wir werden zu Tode geprüft

Sehr ungerne erinnere ich mich an die letzten Semester meines Studiums, vor allem das Vertiefungsfach Logistik zurück. Die Folienzahl der Vorlesungskripte lag im höherem dreistelligen Bereich. Die Prüfungen waren dementsprechend gefürchtet unter den Studenten. Die Klassiker der gefürchteten Fächer waren und sind es vermutlich immer noch: Qualitätsmanagement, Logistik, Informatik und Projektmanagement. Informatik? Das Fachgebiet, bei dem es eher darauf ankommt, logisch zu denken und ein Gefühl für das Herangehen an Probleme zu entwickeln? Ja. Das Fachgebiet. Es hieß Ohren anlegen und auswendig lernen, bis die Augen bluten. Es gab nur wenige Prüfungen, in denen das reine Auswendiglernen von Listen, Definitionen oder Diagrammen nur eine untergeordnete Rolle spielte.

Ob du ein guter Logistiker oder Projektmanager bist, bemisst sich weniger nach deiner Fähigkeit zum analytisches Denken,  deinem Abstraktionsvermögen oder dem Erkennen von Zusammenhängen. Derartige Skills waren nur von untergeordneter Bedeutung. Wenn du vorgegebene Texte auswendig lernen und möglichst exakt wiedergeben kannst, wird das mit guten Noten honoriert, wodurch du alles andere kompensieren konntest. Es war wie das Gedicht-Aufsagen in der Grundschule – nur in einem größeren Maßstab.

Und nun erkennt endlich auch ein Professor, dass Auswendig lernen irgendwie nicht sehr nützlich ist.

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Zurück in die Vergangenheit

„Ab 2016 muss jede verwendete Quelle in einem Vorlesungsskript seitenweise einzeln an die VG-Wort gemeldet und bezahlt werden. Sogar wenn das Skript passwortgeschützt nur einem kleinen Hörerkreis zugänglich ist.“

03.11, 2015 – Techniktagebuch

Ich habe keine Ahnung, was damit bezweckt werden soll, aber wenn das das Ende von 500-seitigen Vorlesungsskripten sein wird, ist es mir nur recht.

 

 

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Grundeinkommen / Automatisierung

Spricht man über das Bedingungslose Grundeinkommen, ist es eines der am häufigsten genannten Gegenargumente, dass die Menschen weniger arbeiten gehen würden und wichtige Aufgaben nicht erledigt werden können.

In einer anderen Debatte, die ebenfalls in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, geht es um die Automatisierung in der Industrie. Diese wird grundsätzlich als Bedrohung angesehen, da sie „mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland bedroht„.

Ich fasse also zusammen: Die Automatisierung und das Bedingungslose Grundeinkommen funktionieren nur miteinander. Ich kann das akzeptieren.

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Kostenloser ÖPNV in Berlin

Kostenlos ist insofern nicht richtig, da Kosten weiterhin anfallen werden. Genauer geht es darum, eine Umlagefinanzierung zu untersuchen. Was also geschieht, wenn die Kosten des ÖPNV nach verschiedenen Schlüsseln von anderen als den tatsächlichen Fahrgästen übernommen werden?

Aus wissenschaftlicher Sicht kann die Arbeit als Desaster betrachtet werden. Der schriftliche Teil wurde mit einer 3,7 bewertet, die Verteidigung nach dem ersten erfolglosen Versuch mit einer 4,0. Ein Hauptkritikpunkt war, dass der Autor mit keinem Wort die Kosten für zusätzliche Investitionen erwähnt, die nötig wären, um den steigenden Fahrgastzahlen zu begegnen. Dennoch enthält die Arbeit einige interessante Informationen zum ÖPNV-System in Berlin, zum Verkehr allgemein oder zu den Auswirkungen ticketfreier ÖPNV-Systeme. Wer möchte, kann sich selber vom Informationsgehalt überzeugen.

 

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Stell dir vor…

… du bist Tischler und stellst Parkbänke aus Eichenholz und Stahl her. Deine Heimatstadt beauftragt dich, die ganze Stadt mit Parkbänken auszurüsten und bezahlt deinen Arbeits- und Materialaufwand und noch etwas mehr. Noch Jahre später nutzen die Menschen in der ganzen Stadt deine Parkbänke.

Stell dir vor, du bist Software-Entwickler und vor einigen Jahren hast du für die Controlling-Abteilung eines sehr großen Unternehmens eine Software entwickelt, mit der man große Zahlen zusammenrechnen kann. Das Unternehmen hat dich dafür entlohnt. Mittlerweile nutzt das ganze Unternehmen deine Software.

Stell dir vor, du bist Fotograf und eine Zeitschrift hat dich damit beauftrag, bei einem wichtigen Ereignis Aufnahmen zu machen, damit die Zeitschrift diese veröffentlichen darf. Die Zeitschrift bezahlt dich dafür und noch Jahre später finden sich deine Fotos in der Öffentlichkeit wieder.

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Ein Crash-Kurs in Piraterie

Das Original stammt von trueactivist.com und ich habe mal versucht, es möglichst sinnvoll zu übersetzen. Einige „Schlussfolgerungen“ sind zwar ziemlich einseitig – so ist z.B. der Rückgang der Musik-Piraterie sicherlich nicht alleine Spotify und Mog zu verdanken. Insgesamt sind die Gegenüberstellungen aber ziemlich interessant.

piracycrashcource

Quelle: http://www.trueactivist.com/a-crash-course-on-the-internet-piracy-debate-infographic/music-movies-programs-piracy/

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Nachwuchssuche für Fortgeschrittene

Bessere Ergebnisse würde man erzielen, wenn die Haltung und die Leidenschaft des Bewerbers auf die Probe gestellt würden – anstatt Fremdsprachenkenntnisse, Zeugnisse und Referenzen abzufragen.

 

http://www.wiwo.de/erfolg/management/schlechte-personal-suche-unternehmen-sind-selbst-schuld-am-fachkraeftemangel/10288404.html

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