Tag: atomenergie

Japan hängt noch immer an der Nadel

Nachdem es im Frühjahr 2011 zu dem schweren AKW-Unglück in Fukushima kam, schaltete Japan einen Großteil der Reaktoren ab. Drei von 54 Reaktoren waren im Januar 2012 noch im Einsatz und der Anteil des durch AKW erzeugten Stroms betrug lediglich 3 anstatt 30%. Und Japan kam damit ganz gut zurecht, weil man Ersatzbrennstoffe importiere oder stillgelegte Thermalkraftwerke wieder nutzte. Im Mai 2012 gelingt es sogar, das letzte AKW still zu schalten – Japan „funktioniert“ nun komplett ohne „Atomstrom“!

Drei Jahre später gibt es immer noch tagtäglich Meldungen in Zusammenhang mit dem Fukushima-Unglück, in denen immer wieder neue Probleme aufgezeigt werden. Seien es Auswirkungen auf die Umwelt, nicht nur im direkten geografischen Umfeld, bisher nicht bekannte Größenordnungen beim Austritt von Strahlung aus dem Unglücksreaktor oder einfach die Hilflosigkeit beim Umgang mit der AKW-Ruine.

Und dann kommt es in Tokio zur Gouverneurswahl und wer verliert? Der Atomkraftgegner und frühere japanische Ministerpräsident Morihiro Hosokawa sowie ein anderer atomkritischer Kandidat.

Der nach Stimmenzahl überragende Sieger lautet Yoichi Masuzoe, Befürworter der Atomenergie (20% an der gesamten Energieversorgung) und… ehemaliger Gesundheitsminister.

Kategorie: Energie & Umwelt, Politik | Tags: , , , | Kommentieren