Kaffee – Wundermittel und Volksgetränk


Fakten-Check

Regt Kaffee die Verdauung an?

Jein. Kaffee regt zwar die Darmaktivität an und beschleunigt so die Entleerung des Darmes. Er hat aber keinen Einfluss auf die Verdauung der Speise im Magen.

Macht Kaffee süchtig?

Nein. Die WHO hat Koffein nicht als süchtig machende Droge eingestuft, da dieses nicht das Belohnungssystem im Gehirn anspricht. Allerdings kann man natürlich eine Gewöhnung beobachten. Außerdem haben Forscher herausgefunden, dass Koffein-Abstinenz zu Entzugserscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und zittrigen Händen führen kann.

Hält mich Kaffee am Abend vom Schlafen ab?

Jein. Koffein wirkt natürlich anregend, da er den Botenstoff Adenosin verdrängt, der für die Müdigkeit verantwortlich ist. Allerdings reagieren Frauen und Männer unterschiedlich und schlafen nach dem Kaffeekonsum mitunter sogar besser ein.

Verursacht Kaffee gelbe Zähne?

Ja. Kaffee enthält einen natürlichen Farbstoff, wie unter anderem auch Tee und Wein, der sich an den Zähnen ablagert und damit mit der Zeit für eine braune Verfärbung sorgt.

Macht Kaffee nervös?

Ja. Koffein regt den Sympathikus an und beeinflusst damit Atmung und Verdauung. Dadurch entsteht eine erhöhte Leistungsbereitschaft des Körpers, es werden Stresshormone gebildet. Wie schnell diese Wirkung einschätzt, ist aber sehr individuell.

Vermindert Koffein die Potenz?

Nein. Dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Im Gegenteil hat eine Forschung sogar gezeigt, dass Kaffeekonsum sich positiv auf die Potenz auswirken kann.

Kann Kaffee Kopfschmerzen linder?

Ja. Tatsächlich wurde eine schmerzlindernde Wirkung bei Spannungskopfschmerzen nachgewiesen. Koffein kann im Gehirn die Blutgefäße erweitern, wodurch sich die Durchblutung verbessert.

Fördert Koffein Sodbrennen?

Nein. Auch entkoffeinierter Kaffee kann zu Sodbrennen führen. Einen Zusammenhang mit Koffein gibt es nicht. Oft hilft es, eine mildere Mischung zu probieren oder mit Milch zu verdünnen.

 

Kaffee und Alzheimer

Das „schwarze Gold“ fördert nicht nur kurzfristig die Konzentration sondern kann auch langfristig Alzheimer vorbeugen. Forscher aus Bonn und Lille haben bei Laborversuchen mit Mäusen herausgefunden, dass ein Koffeein-ähnlicher Wirkstoff Ablagerungen des Tau-Proteins im Gehirn verhindern. Die Tau-Proteine gehören zu einem der zwei Auslöser für Alzheimer.

Für den anderen Auslöser, die Verklumpung Amyloid-Beta-Proteins, konnte man bereits die hemmende Wirkung von Koffein nachweisen. Auch wenn die Ergebnisse für den Kaffeekonsum sprechen, ist „Der Weg […] allerdings noch sehr weit“, so Werner Hoffmann, ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie.

Kaffee gegen Krebs

Ein weiteres Leiden, gegen das der Genuss von Kaffe Abhilfe verspricht, ist Krebs. Genauer: Leberkrebs. So haben Forscher vom  Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) herausgefunden, dass das beliebte Heißgetränk entzündungshemmend wirkt und damit vor allem vorbeugend gegen Leberkrebs helfen kann. Im Rahmen der sogenannten EPIC-Studie haben Forscher zwischen 1992 und 2000 die Gesundheitsdaten von 500.000 Europäern untersucht. Man kam zu der Erkenntnis, dass der Konsum von 600 ml (ca. 4 Tassen) täglich das Risiko verringert, an Leberkrebs zu erkranken. Genau genommen war das Risiko um 75% geringer, wenn die untersuchten Menschen 4 Tassen am Tag tranken.

Quellen

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